Ulrike Draesner
Sommerfrische
Am Morgen nahm ich den frühesten Zug Richtung Roissy, obwohl mein Flugzeug erst Mittags ging, und bevor ich die Tür zuzog, sah ich noch einmal zurück: Aprikosenkerne auf dem Tisch, Kondome im Abfalleimer, das Laken kaum zerwühlt, denn wir hatten auf der Decke gelegen, stundenlang, und auf der Decke,
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Ulrike Draesner kündigte vor Jahren eine Universitätsstelle um ausgerechnet mit Gedichten ihr Geld zu verdienen. Inzwischen gehört sie zu den bedeutendsten Lyrikerinnen der Gegenwart, deren Prosa nicht weniger Beachtung findet.
So gefällt euch die Geschichte (3 Leserbewertungen)
Hatte eine ähnlich kurze Begegnung mit der Geschichte, wie die beiden Protagonisten miteinander - naja, ein bißchen unergiebig (ja ich weiß, ist halt ne Kurzgeschichte), aber durchaus fesselnd und interessant zu lesen. Hat mir 10 Minuten Unterhaltung beschert.
Für einen Sommerroman ist er frisch geschrieben, manches Mal nicht ganz schlüssig!
Prosa die sich wie Lyrik liest. Sprachgewaltig mit einem ganz eigenen Sound, so als hätte sie eine neue Sprache erfunden.